Virtuell hiesst: Nicht vorhanden!

Gemäss Wirtschaftsprognostiker prägen die nachfolgenden Megatrends unsere Zukunft:

  • Globalisierung
  • Klimawandel und Auswirkungen auf die Umwelt
  • Demografischer Wandel
  • Individualisierung und Wertepluralismus
  • Digitaler Lebensstil und digitale Arbeitsweise
  • Technologiekonvergenz

All diese Tendenzen werden unser tägliches Leben zweifellos nachhaltig beeinflussen. Sie haben auch erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen und Führungskräfte, und somit den gesamten Arbeitsmarkt. Die zunehmende Individualisierung führt dazu, dass Arbeitsprozesse vermehrt im Sinne des Menschen, und nicht mehr vorrangig im Sinne eines Unternehmens gestaltet werden. Das wiederum führt zu dezentralisierten Arbeitsplätzen welche durch flachere, flexiblere Strukturen und funktionsübergreifende Projektteams gekennzeichnet sind. Mit den neuen Medien verschwinden zudem die Grenzen zwischen Privat-und Berufsleben immer mehr. Digitales Wissen wird zum Motor unserer globalen Wirtschaft.

Virtuell führen und betreuen

Virtualität mausert sich zur globalen Wirtschaftsformel. Wir suchen nicht nur nach neuen Arbeits-, sondern auch nach neuen Führungsformen mit neuen Anforderungsprofilen für zukünftige Führungskräfte. Nebst fachlichen Fähigkeiten müssen diese neuen «Alleskönner» in der Lage sein zwischen den (virtuellen) Teammitgliedern Vertrauen aufzubauen, aufrechtzuerhalten, und diese nicht zuletzt auch motivieren zu können. Keine leichte Aufgabe wenn man sich vor Augen führt, dass dies ein ortsunabhängiger «Blindflug» ist.

Auch Personalverantwortliche werden es vermehrt mit virtuellen Arbeitsplätzen und virtueller Teamarbeit zu tun bekommen, virtuelle HR-Aufgaben sozusagen. Nebst der «Fernbetreuung» und der Rekrutierung von geeignetem Fach-und Führungspersonal werden Sozial-, Organisations- und Personalentwicklungsthemen im Fokus eines sich ständig verändernden Arbeitsumfeldes stehen. Die HR-Organisation wird quasi zum Wächter der virtuell geprägten Unternehmenskultur. Immer vorausgesetzt die Entscheidungsträger sind sich dem Wert und der Bedeutung einer gut funktionierenden HR-Organisation bewusst.

Es sind Menschen die eine Kultur prägen

Wir alle, ob Angestellte, Entscheidungsträger, HR- oder Ausbildungsverantwortliche, können nur schwer beurteilen was all diese Entwicklungen letztendlich bewirken werden. Die Herausforderung besteht ja nicht nur alleine darin, dass die Balance zwischen Privat- und Arbeitsleben anders gewichtet sein wird. Auch innerbetriebliche Faktoren, und mit ihr die Kultur einer Firma, werden starken Belastungen ausgesetzt sein. «Virtualität» wirkt, aber unsichtbar.

Unternehmens- und Wertkulturen sind reale Ergebnisse und werden von und durch Menschen geprägt und «bewirkt», das sollten wir nicht vergessen. Vor allem dann nicht, wenn von Megatrends und virtuellen Arbeitsformen die Rede ist.

Der Blog ist ein Beitrag an die Blogparade Coaching-im-hrm: http://dianarothcoaching.com